Jacke Mimi Sewalong – 2. Tag

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Es geht weiter! Der zweite Tag beim Jacke Mimi Sewalong. Ich hoffe, Ihr habt die ausgeschnittenen Schnittteile und den Stoff vor Euch liegen, denn heute geht es zunächst ans Zuschneiden, wir übertragen die Markierungen vom Schnitt auf den Stoff und nähen die unteren Taschen.

Zum Zuschneiden: beachtet zunächst, dass alle schnittchen Schnittmuster schon mit Nahtzugaben sind! D.h. Ihr steckt die Schnittteile laut Lageplan auf den Stoff und schneidet an der Papierschnittlinie die Schnittteile zu. Naht- und Saumzugaben müssen NICHT zusätzlich hinzugegeben werden.

Eine Schnittteillliste mit allen Schnittteilen, die Ihr zuschneiden müsst, findet Ihr auch auf der Nähanleitung. Die Jacke Mimi wird im Bruch zugeschnitten, d.h. der Stoff liegt doppelt, die rechte (die “schöne”) Seite zeigt nach innen und die linke zeigt nach oben. Steckt alle Schnittteile fest und beachtet hierbei den Fadenlauf (Pfeil auf Schnittmusterteilen), der parallel zu den Stoffkanten verlaufen muss. Beachtet auch, dass einzelne Schnittteile im Bruch zugeschnitten werden müssen. D.h. Ihr legt diese Schnittteile an die Bruchkante des Stoffs und schneidet somit das Schnittteil “gedoppelt” zu.

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Neben dem Stoff müssen ein paar Teile auch in Bügelvlies zugeschnitten wären. Das wären Außen- und Innenkragen (wenn Ihr die Variante mit Kragen näht), die Taschenbelege, die Armbündchen und die vorderen Belege. Den Bügelvlies bügelt Ihr dann auf die linke Seite der Stoffschnittteile auf. Dafür beachtet Ihr am besten die Anleitung des Herstellers.

Wenn alle Schnittteile zugeschnitten und die oben genannten mit Bügelvlies beklebt sind, lasst noch die Papierschnittteile auf dem Stoff stecken, denn jetzt müssen die Markierungen auf den Stoff übertragen werden. Die Knipse (kleine Striche) an den Kanten der Papierschnittteile (Saum, vordere bzw. hintere Mitte Ärmelmarkierungen) übetrage ich immer mit einem kleinen Einschnitt in die Nahtzugabe. Achtung! Nicht über die Nahtzugabe (1 cm) hinausschneiden…

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Ganz wichtig ist, dass Ihr die Markierungen am Saum und am vorderen Beleg übertragt. Diese sind später wichtig für das Einsetzen des Futters!

Die Taschenmarkierungen habe ich mit Kopierpapier und Rädelwerkzeug zunächst auf die linke Stoffseite übertragen und dann mit Heftfaden auf die rechte. So kann man schön von rechts sehen, wo dann die Taschen zu sitzen haben.

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Jetzt geht es endlich ans Nähen. Und zwar an die unteren Taschen mit den Flügelklappen. Hier lasst euch bitte Zeit, damit die Rundungen am Ende schön herausgearbeitet werden können.

Zunächst wird der Beleg rechts auf rechts gegen das Futter genäht. Wierum könnt Ihr am besten prüfen, indem Ihr Euch den Beleg rechts auf rechts auf die Oberstofftasche legt, denn im nächsten Schritt muss das Futter auf die Oberstofftasche  genäht werden.

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So liegt der Beleg richtig! Und jetzt wird das Futter rechts auf rechts gegen den Beleg gesteppt.

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Im nächsten Schritt legt Ihr das fertige Taschenfutter rechts auf rechts gegen die Obesrtofftasche. Beachtet, dass das Futter rundum 0,3 mm kleiner ist. Ihr müsst es ein bisschen zum Rand hinziehen, feststecken und dann feststeppen.

Um die Rundungen der Taschen noch gleichmäßiger herauszuarbeiten, stellt Ihr Euch beim Nähen der Rundungen an der Nähmaschine eine möglichst kleine Stichlänge ein. So lauft Ihr nicht Gefahr über die Rundungen “hinwegzurasen”…

An der unteren Kante der Tasche lasst Ihr ein ca. 5 cm großes Nahtloch stehen. Durch dieses wird dann die Tasche gewendet. (Auf dem Foto hätte ich die Taschen anders hinlegen sollen, damit klar ist, wo die untere Kante ist. Deswegen noch mal die Markierung, wo die untere Kante im Schnitt ist…)

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Nach dem Feststeppen, schneidet Ihr die Nahtzugaben in den Rundungen auf die Hälfte zurück und verschneidet die Ecken diagonal.

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Die Taschen werden dann gewendet und die Rundungen und Ecken vorsichtig herausgearbeitet. Ich mache das oft VORSICHTIG mit einer Stecknadel oder einer spitzen Schere.

Wichtig ist, dass Ihr die Taschen zunächst nicht bügelt! Es gibt nämlich zwei Varianten die Taschen aus das Vorderteil zu steppen. Bei der einen (schönere aber fummligere) sieht man die Steppnähte nicht. Für diese Variante müsst Ihr zunächst das Nahtloch schließen. Ich habe es mit der Hand gemacht, damit auch diese Naht am Ende nicht auf der Tasche zu sehen ist.

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Wenn Ihr es Euch einfacher machen wollt, könnt Ihr die Taschen auch knappkantig auf die Vorderteile aufsteppen. Dann sieht man zwar die Naht aber es ist einfacher und Ihr könnt das Nahtloch zusammen mit diesem Arbeitsschritt schließen.

Für beide Varianten positioniert Ihr Euch die Taschen zunächst auf die Vorderteile und steckt sie fest. Für die Variante ohne sichtbare Naht zieht Ihr dafür den Oberstoff etwas zurück und steckt nur knappkantig das Futter fest.

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Und auch nur das Futter wird knappkantig auf das Vorderteil gesteppt.

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Der Oberstoff rollt sich dann über das Futter und die Naht hinweg und keine Naht ist sichtbar. Und jetzt dürft Ihr bügeln…

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Das Aufsteppen ist mit der Nähmaschine ein kleines Abenteuer (vor allem an den Rundungen). Wenn Ihr Euch unsicher seid, dann könntet Ihr das auch mit der Hand machen oder eben wie gesagt die einfachere Variante wählen.

Das war jetzt schon der erste größere Akt beim Nähen der Jacke. Morgen geht es dann mit der Brusttasche weiter, wir nähen die Passe an das Rückenteil und schließen die Schulternnähte.

Wann immer Ihr etwas zu zeigen habt, könnt Ihr über den InLinkz Button auf Euren Blog verlinken oder bei Instagram über den hashtag #jacketmimisewalong Euren Stand der Dinge zeigen!

Sewlong – Eure Silke!

 

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