Kategorie: Allgemein

#SATW – Sewing Around The World / Gastbeitrag von Bianca über den Coatigan Silvia

Heute möchte ich dir Bianca vom Blog “Sleepless in Bavaria” vorstellen. Vielleicht ist dir Bianca schon bekannt, denn man kann sie und ihre tollen Nähprojekte regelmäßig auf Instagram bewundern und auch ihr Blog, in dem sie über ihre Nähleidenschaft auf Deutsch und Englisch schreibt, wird regelmäßig von ihr mit wunderbaren selbst genähten Klamotten gefüllt.

Sewing Around The World

Ich freue mich sehr, daß sich Bianca im Rahmen der “Sewing Around The World Tour” einen Schnitt von schnittchen patterns ausgesucht und genäht hat. Dazu hat sie einen Gastbeitrag für den schnittchen Blog geschrieben und ein paar tolle Fotos von ihrem Coatigan Silvia gemacht.

Wenn Du noch mehr fertige Silvias sehen möchtest, dann schau doch auch mal in unserem Silvia-Pinterest-Board. Hier haben wir einige Kreationen für dich zusammengestellt.

Gastbeitrag von Bianca @Sleepless in Bavaria

Guten Morgen ihr Lieben und Hallo aus Oberbayern! Mein Name ist Bianca und ich blogge sonst bei www.sleeplessinbavaria.com. Heute habe ich das große Glück für Silke, auf den Schnittchen-Patterns Blog einen Beitrag zu erstellen. Als Silke mich am Anfang des Jahres gefragt hat, ob ich dazu Lust hätte habe ich SOFORT Ja gesagt.

Ich habe auch gleich gesagt, dass ich eine Jacke oder einen Mantel nähen möchte und im Herbst meinen Beitrag einreichen wollte. Und nun ist der Herbst da und ich darf euch meinen neuen Coatigan zeigen!

Genäht habe ich Silvia, dieser Coatigan ist mein allerliebster Übergangs-Jacken-Schnitt, da es nun schon das dritte Mal ist, das ich ihn vernähe. Ich habe einem Wollstoff gewählt , den ich schon mindestens seit 3 Jahren in meinem Lager habe und einen einfachen Futterstoff, denn ich wahrscheinlich genauso lange besitze.

Ich habe mir die Mühe gemacht alle Schnittteile aus dem Mantelstoff mit einer Vlieseline zu bebügeln, die für Mantelstoffe geeignet ist, damit der Coatigan etwas mehr stand hat und nicht zerknittert, wenn ich ihn auf die Rückbank in meinem Auto werfe. Den Saum für die Ärmel, die Belege und die Vorder- und Rückteile  habe ich dann zusätzlich mit einer etwas festeren Vlieseline bebügelt und anschließend nach innen geschlagen und noch einmal gebügelt.

Damit macht man sich auch das Leben etwas leichter wenn am im letzten Schritt den ganzen Mantel verstürzt und alles sieht dann super ordentlich und professionell aus! Da ich eigentlich vorhabe, diesen Coatigan zu tragen, bis der Schnee einsetzt, (hoffentlich erst im Februar!!) habe ich mir gedacht, ich würden den Mantel mit einer Fleece Decke füttern. Das ist ziemlich schnell und einfach zu machen: Fleece Decke beim Kik kaufen, alle Futterteile aus der Fleece Decke zuschneiden, dann genau wie den Futtermantel zusammen nähen und anschließend den Fleecemantel über den Futtermantel stülpen und genauso an den Beleg nähen. Fertig ist deine neue super warme Jacke =)

Ich habe meine neue Silvia jetzt JEDEN TAG getragen, seitdem ich sie fertig gestellt habe. Als kleines I-Tüpfelchen habe mir aus Mantel Stoffresten einen dazu passenden Gürtel genäht, wobei ich sagen muss,  ich finde der Coatigan sieht auch ohne Gürtel sehr schick aus.

Solltest du also noch am  Überlegen sein,  welchen Mantel du dir dieses Jahr nähst, kann ich dir den Silvia Coatigan vom Herzen empfehlen, der Mantel ist sehr schnell zusammengestellt und sieht in jedem Stoff schick aus.

German Tweed aus Oberfranken – Die Firma Zuleeg über hochwertige Stoffe und German Tweed

>> in English

Vor einem knappen Jahr bin ich auf die Firma Zuleeg aus Oberfranken gestossen. Seitdem habe ich schon das ein oder andere aus ihren tollen Stoffen vernäht. Zuletzt das Schnittmuster Mantel Marion aus einem ihrer feinen German Tweed Fischgratstoffe.

Ich freue mich sehr, daß die Textildesignerin Stefanie Romig mir ein paar Fragen zu ihren Organicz und German Tweed Kollektionen beantwortet hat und mit dem Interview einen Einblick in die Firmenphilosphie von Zuleeg gibt.

 

Stefanie Romig, rechts auf dem Bild, Textildeseignerin bei Zuleeg

Interview mit Stefanie Romig von der Zuleeg GmbH

 

Liebe Stefanie, die Firma Zuleeg produziert schon seit über 90 Jahren Stoffe insbesondere für die Bekleidungsindustrie in der eigenen Weberei in Oberfranken. Seit einigen Jahren gibt es auch mit der Organicz Kollektion eine nach strengen biologischen und ökologischen Zertifikaten ausgerichtete Kollektion. Wie kam es dazu? 

Nachhaltigkeit, faire Arbeitsbedingungen und saubere Umwelt sind uns schon immer ein Anliegen in der Firmenphilosophie als Grundwerte unseres Handelns gewesen. Außerdem wollten wir zu dem TopProdukt German Tweed noch weitere Varianten auch für den Sommer in Baumwolle und feiner Schurwolle bringen. 

An wen verkaufen Sie in erste Linie die Stoffe der Organicz Kollektion

Aussteller auf der Ethical Fashion/Green Showroom, einige bekannte Labels in Frankreich mit eigenem Einzelhandel. In Deutschland bei den Topmarken leider (noch) kein großes Thema. Als Mitglied im Textilbündnis merken wir allerdings, daß sich auch dort das Bewusstsein langsam verändert. 

Haben Sie das Gefühl, daß sich in der Modeindustrie das Bewusstsein insbesondere bei der Wahl der Stoffe geändert hat? Wenn ja, meinen Sie, daß hier die Nachfrage bei den Konsumenten ausschlaggebend dafür war/ist? 

Ich denk hier hat sich bisher kaum geändert für uns als Zulieferer der Bekleidungsindustrie. Durch den Stoffshop mit Verkauf an den Endverbraucher wollen wir dem Konsumenten diese feinen Produkte näher bringen und im Markt bekannt machen. Wie schon vorher erwähnt, scheint sich durch das Textilbündnis nun doch einiges zu bewegen. 

Seit wann wird der German Tweed bei Zuleeg produziert? Können Sie uns bei dieser Kollektion etwas genauer erklären wie sie entstanden ist, was die Besonderheit ist und worauf bei der Produktion besonders viel Wert gelegt wird? 

Die Idee wurde zusammen mit der Firma Benvenuto 2008 entwickelt, die ein besonderes, nachhaltiges Produkt mit bis dahin nicht (mehr) bekannten kurzen Wegen vom Rohmaterial bis zum fertigen Stoff wollten. Da kamen wir auf die – damals verrückte – Idee, Wolle von deutschen Schafen (die bis dahin überhaupt nicht für Stoffe eingesetzt wurde) in Deutschland verspinnen und färben zu lassen. Das Weben erfolgt natürlich bei uns und die Veredlung bei unserem 2 km entfernten Partnern Knopf´s Sohn. So wird die Umwelt für ein textiles Produkt in einmaliger Weise geschont, der CO2 Ausstoß auf ein absolutes Minimum reduziert – in der textilen Kette eine absolute Einmaligkeit 

Der Online Shop mit einem tollen Angebot Ihrer Stoffe gibt es meines Wissens noch nicht so lange. Wann ging er online und wen möchten Sie damit erreichen? 

Unser Onlineshop ging im September 2017 online und wir möchten damit vor allem den Endverbraucher erreichen, professionelle Schneidermeister sowie Hobbynäher(innen) und auch Einzelhändler – alle die sich für hochwertige Stoffqualitäten begeistern können und diese auch verarbeiten. Demnach sind alle, die aussergewöhnliche und wertige Stoffe lieben und schätzen bei uns an der richtigen Adresse.   

Billiger als sich Kleidung zu kaufen ist das Selbernähen schon lange nicht mehr. Hobbyschneiderinnen investieren mittlerweile viel Zeit und Geld um sich ihre Kleidung selbst zu schneidern. Beobachten Sie bei Ihnen Kundinnen, daß Sie in diesem Zusammenhang auch immer mehr Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit legen? 

Natürlich nehmen sich unsere Kundinnen mehr Zeit bei der Verarbeitung  für eine hochwertige und teurere Webware. Meistens wird vorher sogar noch ein Probeteil aus einem billigeren Stoff genäht. Man schätzt natürlich mittlerweile einen gewebten reinen Wollstoff, der leider schon Seltenheitswert hat, auch viel mehr und wir geben gern Einblicke in unsere Produktion. Made in Germany ist für viele glücklicherweise (wieder) sehr wichtig geworden.   

Wie entstehen Ihre Designs? 

Unsere Designs entstehen direkt bei uns im Haus. Unsere Textildesigner entwerfen jährlich eine F/S-  und eine H/W-Kollektion; aufgebaut auf Trend-und Marktforschung  und spezielle Kundenwünsche. Mit diversen Designprogrammen sind diese Entwürfe sofort in die Weberei übertragbar und werden ins technisch Machbare umgesetzt. 

Haben Sie das Gefühl. daß eine Fashion Revolution im Gange ist? Wie würden Sie diese definieren? 

Die Revolution ist eher bei den Handelsplattformen im Gange, Onlineshopping boomt, der stationäre Handel ist stark unter Druck. Das Kaufverhalten der Endverbraucher hat sich komplett gewandelt. Leider ist der Qualitätsaspekt bei vielen ziemlich in den Hintergrund geraten, was das Leben eines Herstellers von wirklichen Ausnahmestoffen nicht gerade erleichtert. Wir freuen uns deshalb sehr darüber, daß wir außergewöhnlich viel Lob von unseren Online Kunden/Kundinnen bekommen.    

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der textilverarbeitenden Industrie? 

Wenn wir träumen dürfen: eine Wertschätzung unserer Arbeit bis hin zu Endverbrauchern und Medien, die dieses Gewerbe wirklich verdient hat; geholfen wäre allen, wenn der Konsument den wahren Wert eines Kleidungsstückes erkennen würde – es kann nicht sein, daß für 3 € ein T-Shirt unter fairen Bedingungen hergestellt wird, genauso wenig kann es sein, daß ein T-Shirt 100 € kostet, selbst bei Einsatz von feinstem Rohmaterial. Leider lassen sich die Käufer da sehr an der Nase rumführen 

Vielen Dank, liebe Stefanie, für das sehr interessante Interview und die Einblicke in ihre Produktion und Wertschöpfungsketten. Ich hoffe, dass noch viele der wunderbaren Stoffe in den Online-Shop Einzug finden!

 

Hochwertige Stoffe unter fairen Arbeitsbedingungen zu toller Kleidung mit Stil zu verarbeiten das macht Lanius ein Modelabel aus Köln, auf das ich heute hier verweisen möchte.

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FAIR & ORGANIC

LOVE FASHION / THINK ORGANIC / BE RESPONSIBLE lauten die Maximen von LANIUS. Sie stützen das Unternehmensverständnis, welches darauf beruht, nachhaltige Entwicklung als fortwährenden Prozess zu begreifen. Auf diesen Grundpfeilern basiert die Vision von Gründerin Claudia Lanius: Ökologische Materialien in Einklang bringen mit fairen Arbeitsbedingungen, femininen Silhouetten und einer perfekten Passform – LANIUS since 1999. Vieles hat sich seitdem entwickelt, eines ist bis heute geblieben: das gute Gefühl – auf der Haut und fürs Gewissen.

(Quelle: Internetseite von Lanius; About us)

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Ich freue mich, dass ich heute wieder etwas verlosen kann! Schreibe einfach einen Kommentar bis heute (27.4.) 24 Uhr unter diesen Beitrag und mit ein bisschen Glück kannst du diesen tollen Statement Shopper von Lanius gewinnen. Viel Glück!

Den Merle” BH von Erlich Textil hat Tasha gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!

Ein Kleid für die Festtage – Spoonflower’s DIY Weihnachtshop

Als vor ein paar Wochen Maria von Spoonflower anfragte, ob ich nicht Lust hätte bei dem Spoonflower DIY Weihnachtshop mitzumachen, habe ich direkt zugesagt. Schon immer wollte ich bei Spoonflower einen Stoff drucken lassen und dann verarbeiten.

Der Auftrag: ein weihnachtliches DIY Projekt und da man während der anstehenden Festtage ja auch immer entsprechend festlich gekleidet sein sollte, dachte ich mir – ein Kleid soll’s werden. Schnell viel meine Wahl auf das Schnittmuster Kleid Jeannie doch dann hatte ich die Qual der Wahl bei Spoonflower… So viele tolle Muster und Motive und eine große Auswahl an verschiedenen Stoffqualitäten. Da war es nicht so einfach sich zu entscheiden.

Schlußendlich habe ich mich für das Design “Snowy Feathers” von needlebook entschieden und dieses auf einem supersoften Performance Piqué drucken lassen. Dieser Stoff ist dehnbar, was mir nur recht war, denn ich wollte den Reißverschluss umgehen und das Kleid Jeannie einfach so zum reinschlüpfen nähen.

Der Stoff war superfix hier und ich war schwer begeistert von der Qualität. Während dem Nähen habe ich mitfotografiert und für Dich ein Fototutorial zum Schnitt zusammengestellt. Auch wenn dem Schnitt eine Nähanleitung mit vielen Zeichnungen beiliegt zeigen die Fotos sicher einmal mehr wie einfach dieses Kleid zu nähen ist.

Vielleicht sucht ja die ein oder andere noch den passenden Schnitt für Weihnachten oder Silvester? Dann schnell zuschlagen, denn das Schnittmuster Kleid Jeannie gibt es eine Woche lang (bis zum 20.12.17) für nur 3 Euro! Und Spoonflower legt noch etwas obendrauf: einen 10% Spoonflower Rabatt Code! Das Kennwort ist: schnittchen17Der Code ist ebenfalls eine Woche bis zum 20.12.17 gültig.

Also ran an die Nähmaschine – du schaffst es sicher noch bis Heilig Abend…!

Fotonähanleitung Schnittmuster Kleid Jeannie

Folge bitte immer der Anleitung, die dem Schnitt beiliegt. Dort sind die einzelnen Schritte ausführlicher beschrieben. Beachte, dass ich hier das Kleid OHNE Reißverschluss nähe, da ich einen dehnbaren Stoff verwende. Wenn dein Stoff nicht dehnbar ist, musst du in die Seitennaht den Reißverschluss einsetzen.

Nachdem du alle Schnittkanten versäubert hast, nähst du in die Ober- und in die Rockteile die Abnäher.

Die Abnäher dann zur vorderen bzw. hinteren Mitte bügeln.

Die Rockseitennähte schließen und die Nahtzugaben auseinanderbügeln.

Die Seitennähte im Oberteil schließen und die Nahtzugaben auseinanderbügeln.

Danach schließt du die Schulternähte und bügelst auch hier die Nahtzugaben wieder auseinander.

Den Saum im Rock bei 4 cm hochschlagen und vorbügeln.

Jetzt werden im linken und im rechten Rockteil die Briefecken genäht. Dafür jeweils die schrägen Ecken am Saum rechts auf legen und mit 0,5 cm Nahtzugabe schließen.

Die Ecken auf rechts wenden und von glatt bügeln. So sehen die Ecken dann von innen…

… und von außen aus.

Jetzt wird die hintere Mitte geschlossen. Dabei nähst du runter bis zum Schlitzanfang und ab hier schräg in den Beleg.

Nachdem du die Nahtzugaben in der hinteren Mitte auseinandergebügelt hast, steppst du von rechts den Schlitz schräg ab und fixierst somit den Schlitzbeleg.

So sieht der Schlitz am Ende aus.

Nun machen wir uns an die Ärmel. Diese müssen zunächst von Knips bis Knips eingehalten werden. Wie du das machst, steht in der Anleitung.

Nun schließt du die Unterarmnaht und bügelst die Nahtzugaben auseinander.

Auch bei den Armbelegen werden die Unterarmnähte geschlossen und die Nahtzugaben auseinandergebügelt.

Die Belege nun rechts auf rechts gegen die Ärmel stecken und feststeppen. Nach innen schlagen und die Kanten bügeln. Die Belege innen mit der Hand (Blindsich) festnähen.

Jetzt setzt du die Ärmel in die Armlöcher und steppst sie fest. Achte dabei darauf, dass die Markierungen (vordere Ärmel – Vorderteil / hintere Ärmel – Rückenteil / Schulter – Schulternaht) aufeinandertreffen. Die Mehrweite der Ärmel wird durch Ziehen am Unterfaden der Kräuselnähte auf die Weite der Armkugel gebracht. Achte beim Festnähen darauf, dass keine Fältchen entstehen.

Die vorderen Ausschnittbelege rechts auf rechts gegen den rückwärtigen Halslochbeleg stecken und feststeppen. Nahtzugaben auseinanderbügeln.

Jetzt wird der Beleg rechts auf rechts gegen den Ausschnitt gesteckt und festgesteppt. Die Nahtzugaben in den Rundungen vorsichtig einschneiden und den Beleg dann nach innen schlagen.

Fast fertig…! Nur noch das Oberteil rechts auf rechts gegen den Rock stecken. Alle Abnäher treffen aufeinander und der Übertritt im Vorderteil geht von rechts über links. Feststeppen und die Nahtzugaben zusammen versäubern.

Im letzten Arbeitsschritt nähst du den Beleg an den Schulternähten fest und fixierst ihn im Vorderteil mit Blindstich. Ebenso den Rocksaum von Hand mit Blindstich festnähen.

Und fertig ist das Festtagskleidchen im Snowy Feather Look! Noch eine Lichterkette umgehängt und ab zu den Liebsten unter den Tannenbaum.

Schnittmuster Kleid Marta Sewalong – Kleid nähen

In dem letzten Teil des Sewalongs zum Schnittmuster Kleid Marta nähen wir das Bustier an den Rock. Außerdem wird die Knopfleiste an das Kleid genäht.

Zunächst aber müssen die Bundteile vorbereitet und an das Bustier genäht werden.

Außen- und Innenbund an das Kleid nähen

Bevor du die vorderen und rückwärtigen Bundteile zusammennähst fixiere ein Paar vordere und ein rückwärtiges Bundteil mit Bügelvlies. Die mit Bügelvlies beklebten werden dann zum Außenbund zusammengenäht, die nicht mit Bügelvlies beklebten zum Innenbund.

Dafür legst du jeweils ein paar vordere Bundteile rechts auf rechts gegen ein rückwärtiges. Die kürzen Kanten (Seitennähte) schließen und auseinanderbügeln.

Nun steckst du das Bustier “im Sandwich” zwischen den Innen- und den Außenbund. Der Außenbund liegt rechts auf rechts auf dem Bustier, der Innenbund rechts auf links.

Beide Bundteile feststeppen und das Bustier dabei mitfassen.

Die Nahtzugaben zurückschneiden und die Bundteile nach unten klappen. Von rechts glatt bügeln.

Jetzt wird der Rock zunächst an den Außenbund genäht. Dafür steckst du den Rock rechts auf rechts gegen den Außenbund und steppst ihn fest.

Die offene Kante vom Innenbund mit Zickzackstich versäubern und nach unten klappen und bügeln.

Der Innenbund wird jetzt von rechts im Nahtschatten der Bundansatznaht festgesteppt.

Bravo! Bustier und Rock sind jetzt miteinander verbunden! Jetzt fehlt nur noch die Knopfleiste. Bevor diese angenäht wird, musst du den Rocksaum 0,5 cm um- und weitere 0,5 cm einschlagen und von rechts knappkantig absteppen.

Dann legst du die Knopfleisten jeweils rechts auf rechts auf die vordere Kante und steckst sie fest. Achte darauf, dass an der oberen Kante und am Saum die Knopfleisten jeweils 1 cm überstehen.

Die Knopfleisten feststeppen die Ansatzkanten von rechts bügeln.

Die Knopfleisten der Länge nach im Bruch legen und die kurzen Kanten am Kleidausschnitt und am Saum schließen. Die Ecken diagonal zurückschneiden,

Jetzt wendest du die Knopfleisten auf rechts und bügelst sie glatt. Am Ende noch die innenliegende Knopfleistenkante mit Zickzackstich versäubern und im Nahtschatten der Ansatznaht feststeppen.

Fast geschafft! Nur noch ein bisschen Fleißarbeit liegt vor dir, denn es fehlen noch die Knopflöcher und die Knöpfe – jeweils 9 Stück an der Zahl.

Markiere dir die Knopf- bzw. Knopflochpositionen auf die linke bzw. rechte Knopfleiste. In die rechte Knopfleiste arbeitest du mit der Knopflochautomatik deiner Nähmaschine die Knopflöcher ein und nähst dann auf die rechte Knopfleiste die Knöpfe.

Geschafft – das Kleid Marta ist fertig genäht! Jetzt wünsche ich dir noch ein paar wunderschöne Sommertage an denen du dein selbst genähtes Sommerkleid ausführen kannst.

Wir freuen uns immer sehr zu sehen, was du genäht hast. Lade doch Fotos von deiner Kreation bei Instagram hoch und verlinke sie mit  #martadress und #schnittchenpatterns. Vergiss nicht @schnittchenpatterns zu taggen! Dann können auch wir dein Kleid sehen….

Ich hoffe dieser Sewalong hat dir Spaß gemacht und dir geholfen das Kleid Marta zu nähen.

Auf bald und – Sewlong!